„T H E A T E R   M A C H T   S C H U L E  – S C H U L E   M A C H T   T H E A T E R“

Seit geraumer Zeit gewinnt das Theaterspiel in der Schule immer mehr an Bedeutung. Durch die neuen Richtlinien im Bereich der Fächer Deutsch und Kunst ist insbesondere das Szenische Spiel als Bestandteil des Lehrplans verankert worden. Es stellt einen Theaterbaustein dar, der aufgrund seiner vielfältigen Einsatzmöglichkeiten eine Schatzkiste für die alltägliche Arbeit im Unterricht ist. Wie das Szenische Spiel in allen Jahrgängen an unserer Schule im Unterricht eingesetzt und gestaltet werden kann, wurde im Kollegium im Rahmen einer pädagogischen Konferenz vorgestellt bzw. erarbeitet. Aber nicht nur das Szenische Spiel sondern auch andere Theater-Spielformen wie das Rollenspiel oder das darstellende Spiel sollen im Unterricht eingesetzt werden.

Darüber hinaus ist es uns für unsere Schüler und Schülerinnen wichtig, dass sie persönlich wachsen, indem sie ein solides, gesundes Selbstbewusstsein und ein umfassendes Selbstvertrauen (weiter-)entwickeln bzw. behalten, um somit über eine tragfähige Grundlage für das Lernen zu verfügen. Sie sollen ihre vorhandenen oder noch unentdeckten kreativen Begabungen bewusst wahrnehmen und einsetzen.

Hierfür bietet das „Theater machen“ äußerst vielfältige Möglichkeiten: Die Planung eines Theaterstückes lässt ein Kind Kreativität entfalten und Ideen entwickeln. Das gemeinsame Üben eines Theaterstückes und das damit verbundene Aufeinandereingehen baut Distanzen ab und fördert das Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen allen Beteiligten. Entwickeln und Spielen von Rollen bietet Gelegenheit, sowohl die persönliche und die soziale als auch die sprachliche Kompetenz zu entwickeln, zu erweitern oder zu festigen sowie die Wahrnehmungsfähigkeit auszubauen. Weiterhin entdeckt das Kind hier bei sich unbekannte Fähigkeiten und Stärken. Über das (Vor-)Spiel auf der Bühne erfährt das Kind seine Grenzen, aber es erfährt auch, dass es diese überwinden und/oder erweitern kann.

All dies wollen wir auch über das Theatermachen als alternativen Weg bei unseren Schülern und Schülerinnen erreichen. Unser Meditations- und Ruheraum, das sogenannte „Aquarium“ und der Theaterraum bieten dafür optimale Bedingungen: Das „Aquarium“ wird genutzt für die Entwicklung der Spielfähigkeit als Vorbereitung für das Theaterspielen (Zusammengehörigkeitsgefühl und gegenseitiges Vertrauen durch Interaktions- und Kooperationsspiele entwickeln, Übungen zur Körperwahrnehmung und Körperisolation…) Im Theaterraum wird geprobt und aufgeführt.

Zur Pflege des Theaterspiels an unserer Schule schaffen wir je nach Gegebenheit den organisatorischen Rahmen

  • in Form von Fächer übergreifenden Projekten (Kunst: Bühnenbild, Kostümausstattung, Requisiten; Mathematik: Bühnenmodell (Maßstab gerechte Verkleinerung); mündliche und schriftliche Sprachgestaltung: Rollentexte, Geschichten entwerfen, Plakate beschriften, Programme gestalten; Musik: Gesang, Tanz, musikalische Gestaltung, Begegnung mit Sprachen usw.)

  • im Rahmen von Förderkursen

  • im Rahmen von Theater-AGs.


Zur Einweihung des fertig gestellten Theaterraumes führten Schüler der Klasse 3 Szenencollagen im Schwarzlicht vor, die sie nach vorgegebenen Motiven selbstständig entwickelt haben.

(Fotos von den Theaterproduktionen seit 2002 finden Sie unter „Fotoarchiv“.)