F Ö R D E R U N T E R R I C H T

Die Stundentafel für die Grundschule sieht 1-2 Förderstunden für jede Klasse vor. In der Regel können wir zwei Stunden Förderunterricht erteilen, der gemäß den Richtlinien allen Schülern zu Gute kommt. Er soll einerseits dazu dienen, Lernschwierigkeiten und Lerndefizite zu beheben. Das kann durch Vermittlung hilfreicher Arbeits- und Lernstrategien, durch wiederholtes Erklären oder durch weitere Übungen mit geeigneten Materialien erfolgen. Im Förderunterricht  werden auch Aufgabenfelder für leistungsstärkere Schüler bereitgestellt. Förderunterricht ist nicht nur die Unterrichtszeit, die besonders ausgewiesen ist, sondern auch der übrige Unterricht. Durch innere Differenzierung, die insbesondere bei offenen Unterrichtsformen gelingt, kann das Kind nach individuellem Leistungsvermögen und Lerntempo arbeiten.

Folgende zusätzliche Fördermaßnahmen führen wir je nach Notwendigkeit und personellen Möglichkeiten durch:

  • Sprachförderung für Aussiedler- und Ausländerkinder

  • besondere Übungen für Kinder mit Lese-Rechtschreibschwierigkeiten

  • besondere Übungen für Kinder mit Dyskalkulie (mathematische Schwierigkeiten)

  • Sportförderunterricht für Kinder mit motorischen Auffälligkeiten

  • Theaterpädagogischer Unterricht "Szenische Spiele" - Kindern, die im Schulalltag durch äußerst stilles Verhalten und/oder große Zurückhaltung auffallen, soll hier die Möglichkeit gegeben werden, durch szenisches Spiel und kreatives Gestalten aus sich heraus zu kommen und neue Fähigkeiten und Stärken bei sich und für sich zu entdecken und somit mehr Selbstvertrauen zu entwickeln. Die Entwicklung von Selbstvertrauen ist besonders wichtig zu Beginn der Schulzeit. Zudem ist eine leicht altersgemischte Gruppe günstig für die Arbeit mit szenischen Spielen. Darum soll dieser Förderunterricht vor allem in der Schuleingangsphase für die Klassen 1 und 2 angeboten werden. „Szenische Spiele“ findet darüber hinaus je nach den Gegebenheiten auch im Rahmen eines zusätzlichen Förderunterrichts statt.

  • Heilpädagogisches Reiten

    Ein spezielles Angebot ganzheitlicher Förderung stellt an unserer Schule das heilpädagogische Reiten dar. Hierbei handelt es sich um eine pädagogische und psychologische Therapiemaßnahme, die das Pferd als Mittler und Initiator ganzheitlichen Lernens einsetzt. An der Seite und auf dem Rücken seines „vierbeinigen Freundes“ kann der Mensch seine eigenen Kräfte und Energien im körperlichen, geistigen und seelischen Bereich freisetzen und entfalten.

 

Das heilpädagogische Reiten wird für Schülerinnen und Schüler unserer Schule in Kleingruppen angeboten (maximal jeweils vier Kinder), jeweils eine Zeitstunde nachmittags in Havixbeck. Vorzugsweise werden Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf sowie deren Mitschüler/innen aus den Klassen mit gemeinsamen Unterricht aufgenommen, um auch in diesem Bereich das gemeinsame Erleben und Lernen zu ermöglichen. Soweit noch Plätze frei sind, werden natürlich auch andere Kinder unserer Schule aufgenommen, wenn diese Maßnahme für sie als förderlich erscheint und erwünscht wird. Die Teilnahme am heilpädagogischen Reiten soll verbindlich für den Zeitraum von mindestens einem Jahr (Januar bis Dezember) erfolgen, um individuelle und soziale Lernprozesse bewirken zu können.

  • Lernen durch Bewegung

    Alle Lehrerinnen und Lehrer haben sich im Bereich ‘Edukinestetik’ fortgebildet, so dass im Unterricht immer wieder kleine Übungen durchgeführt werden, die Hilfen im Schulalltag sein können.

  • Förderunterricht am Computer

    Im Computerraum und an den Arbeitsplätzen in den Klassenräumen können auf die individuellen Stärken und Schwächen der Kinder abgestimmte Lernprogramme die Förderungen unterstützen.


Hier wird in Kleingruppen - angeleitet von unserer sozialpädagogischen Fachkraft -
mit den jüngeren Schülern Gelerntes noch einmal geübt oder ergänzt.